Opera Opaque ist ein Musiktheaterkollektiv bestehend aus der Regisseurin Maria Chagina, dem Komponisten Leon Zmelty, der Ausstatterin Anna Agafonova und dem Dramaturgen Sören Sarbeck. Zurückgehend auf die gemeinsame Studienzeit an der Theaterakademie August Everding in München, erkunden sie seit einigen Jahren gemeinsam die Grenzbereiche zwischen Oper, Performance und Konzert.
Mit Einladung zur Enthauptung nach dem gleichnamigen Roman von Vladimir Nabokov feierte 2024 ihre erste Oper in der Münchner Reaktorhalle Premiere, die sowohl in München als auch überregional rezipiert und von der Süddeutschen Zeitung als »neues Theater für eine neue Zeit« gewürdigt wurde. In der Konzertperformance Seidenkoffer standen die Mitglieder von Opera Opaque erstmals gemeinsam auf der Bühne und verarbeiteten – ausgehend von Gedichten Rose Ausländers – ihre eigenen Biografien zwischen Kunst und Migration in einem vielfarbigen Liederabend. Maria, Anna und Sören waren zudem 2025 Finalisten des Opernregiewettbewerbs Ring Award in Graz, wo sie für ihre Version von Claudio Monteverdis L’Orfeo sowohl den 2. Preis als auch den erstmals vergebenen Dramaturgiepreis gewannen.
In der Spielzeit 2026/27 werden Opera Opaque mehrere Arbeiten in der freien Szene Münchens realisieren: Im Dezember 2026 feiert das Szenische Konzert Die Propellerinsel frei nach dem gleichnamigen Roman von Jules Verne im Einstein Kultur Premiere. Das für die Musiker des Zentaur-Quartetts geschriebene Stück fragt nach dem Platz von Musik in einer faschistischen und durch libertäre Ideologie geprägten Zukunft. Im Februar folgt die gemeinsam mit dem Schauspieler Luca Skupin entwickelte Performance Phantom im Hoch X, die untersucht, wie sich unsere Biografien in unsere Stimmen einschreiben. Für den Sommer 2027 ist eine Kooperation mit dem aDevantgardes-Festival München geplant. Im April inszenieren Maria, Anna und Sören zudem Georg Friedrich Händels Alcina am Theater St. Gallen.